Sonntag, 13.30 in Port, in das Bollern von diversen Harley- und anderen Cruisern, mischt sich das Fauchen eines kleinen Vierzylinders.
Sorry, ich habe mich noch nicht vorgestellt, Siggi, alias Urs Siegenthaler, Guestryder, habe mich nach Port verirrt. Mit an der Party, Martha und Pius mit Sohn Simeon, Jolanda und Pesche. Eine „gäbige kleine Gruppe, wie gemacht für eine kleine Juratour.
Nach anfänglichen Smalltalk und kennenlernen, wählt mich Pius zum Tourleiter. Also besteigen wir unsere Schlacht- und Rennrösser, (wennt waisch wani main) und fuhren am rechten Bielerseeufer, über Erlach, Le Landeron, Ligneres, Chasseral nach Sankt Immer. Dort beginnen Kurven, welche meine 600er XJ so liebt, weiter, auf den Mt. Crosin, wo wir einen Kaffeehalt machten.
Hier wurden auch die ersten Fotos gemacht.
Danach fuhr ich mit Simeon auf dem Sozius Richtung Les Breleux davon, um Fotos von der anrückenden Kavalkade zu machen.
Nachdem Diese im Kasten waren, ruckelten wir Richtung St. Negliger, (Saignelegier) weiter. Die Welschen sagen „Säniöleschie“!
Nach kurzer Beratung wurden wir einig, einmal nach Gumois zu fahren, ein kleines „Dörfli“, welches sich am Doubs, auf der Landesgrenze zu Frankreich, befindet. Die Strasse dorthin, war allerdings gesplittet, was doch bei einigen Teilnehmern, zu einer leichten Konfusion führte. Trotzdem ist eine Fahrt bei solchem Wetter, mit relativ wenig Verkehr, allemal eine Reise wert. Um nicht wieder Rollsplitt zu fahren, bogen wir vom Gumois, richtung Damprichard, Charquemont (F) ab. Hier befindet man sich jetzt im „French Compte“, ein Departement in Frankreich. Die Landschaft wechselt sich mit Waldpartien, Felsen, steilen Felsformationen, schmalen und etwas breiteren Strassen, und den typischen Juraweiden ab. Ein richtiger Genuss…..! Via Frambouhans (F), einem kleinen Dorf, erreichten wir Charquemont (F). Von dort geht es, auf zum Teil schlechten Strassen wieder runter , an den Doubs, ins Biaufond (CH). Hier haben wir wieder angehalten und uns ein bisschen, „Die Füsse vertreten,“ und den Doubs bewundert. Die Biaufond-Strecke nach la Chaux de Fonds liebe ich speziell, kann man doch dort dem „Rennrössli“ ein wenig die Sporen geben. Halt, halt, nicht rasen, es wird nur sportlich gefahren.
Um einmal auch das Fahrwerk meines Sporttourers, wie er im Fachjargon genannt wird, im Zweipersonen Betrieb zu testen, wechselte Simeon wieder auf meinen Soziussitz. Darauf nahmen wir die Strecke unter die Räder und warteten in La Chaux de Fonds auf die Gruppe. Simeon war ganz offensichtlich begeistert!
Jetzt ging es Richtung Cybourg, Renan, zurück nach St Immer, danach nach Les Bugnenets, wo im Winter kräftig Skigefahren wird. Im Restaurant „Les Bugnenets“ gönnten wir uns wieder eine Pause. Dort soll übrigens Didier Cuche, Skifahren gelernt haben. Seine Pokale stehen überall in der Wirtschaft herum, zum Bestaunen.
Frisch verpflegt fuhren wir jetzt zurück über den Chasseral gegen Lignieres zurück, bogen aber vorher nach La Neuveville ab, auch eine sehr reizvolle Strecke, die allerdings durch eine rege Bautätigkeit vielfach etwas verschmutzt und rutschig ist, an die Gestade des Bielersees. Hier trennten sich unsere Wege, ich fuhr via Erlach nach Hause und die anderen via Biel.
Die Tourlänge betrug ca. 200 Km und ist als Tagestour sehr empfehlenswert.
Ich würde mich freuen, wieder einmal als Tourguide zu wirken, allerdings müsste man dann etwas früher aus den Federn, und die Tour wäre ca. 300 Km lang. Die Idee wohin, habe ich bereits im Kopf, allerdings geht das erst im nächsten Sommer, da es ja bereits Herbst ist.
In diesem Sinne wünsche ich allen eine Unfallfreie Saison und weiterhin alles Gute. Man sieht sich.
Gruss Siggi
